Archive für Mai 2009

Northland-Tour 4.-9.4.

Ja, der Reisebericht kommt etwas spät… Eigentlich habe ich auch momentan gar keine Zeit, um vom Urlaub zu berichten, aber damit kann man sich immer gut vom ewigen Lernen abhalten!

Also, in unserer Mid-Semester- / Easter-Break haben wir (Luisa, Tess, Mirko und ich) uns auf den Weg in den Norden der Nordinsel gemacht und alles Wichtige oberhalb von Auckland abgeklappert.

Am ersten Ferientag, Samstag, haben wir unser Mietauto, diesmal ein älteres Modell, abgeholt und sind dann gegen 12Mittags losgefahren. Unser erstes Ziel war Russel, ca. 5Std von Auckland entfernt, im Osten am Meer gelegen. Dort haben wir ein schöne kleines Hostel gefunden, unsere Sachen abgeladen und dann zu Fuß den Ort erkundet. Am Hafen haben wir einen wundervollen Sonnenuntergang verfolgt.

Sonntags ging es dann auf eine 6stündige Bootstour in der Bay of Islands… alle die mich kennen wissen, wie sehr ich Bootstouren ‘liebe’…man könnte sagen, ich hatte selten ein solch grünes Gesicht! Gerade an diesem Tag hat es auch noch gut gestürmt und geregnet, sodass wir wundervollen Seegang hatten! Aber an sich war es recht schön, viele kleine Inseln und Delfine! Mirko ist sogar mutig mit Schnorchel und Flossen ins Wasser gehüpft, wir haben ihn lieber sicher vom Boot aus beobachtet :) Gegen Spätnachmittag war die Tour (endlich) zu Ende und wir hatten in Russel wieder festen Boden unter den Füßen. Von dort aus ging es dann über 27km Schotterweg zurück nach Paihia, wo wir in ein relativ großes Backpackers eingecheckt haben. Dort haben wir auch 2 Deutsche wiedergetroffen, die wir auf der Bootstour am gleichen Tag kennengelernt hatten. So haben sie mich auch einmal mit normaler Gesichtsfarbe gesehen :) Wir saßen Abends dann noch länger draußen und sind nachts dann noch losgefahren um einen ‘großen’ Wasserfall zu suchen…Nach ewiger Suche mit einigen Hindernissen haben wir den Wasserfall aus reinem Zufall gefunden - die nächtliche Irrfahrt hatte sich nicht wirklich gelohnt, wir haben noch nicht einmal Fotos gemacht :)

Montags ging es dann los weiter Richtung Norden. In der Doubtless Bay waren einige wunderschöne, verlassen, lange Strände, an denen wir gehalten haben. Weit und breit waren keinen Menschen zu sehen, obwohl die Strände echt traumhaft waren! Nach einem mittaglichen Picknick am Strand sind wir noch etwas weitergefahren, nach Kaitaia, wo wir ein bisschen eingekauft haben. Gegen Abend sind wir dann in unserem Hostel in Ahipara angekommen! Das Hostel war das beste Hostel, dass ich je gesehen habe! Ein altes Haus mit Böden aus Kauri-Holz, einer urgemütlichen Küche und schönen Zimmer. Wir hatten ein 4er-Zimmer mit Kamin-Attrappe - wunderschön! Da direkt auf der anderen Straßenseite der 90Miles-Beach anfing, haben wir dort wieder einen Sonnenuntergang geschaut. An diesem Tag sind wir relativ früh schlafen, da wir am nächsten Tag einiges vor hatten.

Dienstags ging es recht früh los, denn es stand die Fahrt bis zum nördlichsten Punkt Neuseelands aus. Auf dem Weg Richtung Cape Reinga haben wir das ein oder andere Mal am Straßenrand gehalten, um Bilder von den Dünen, Wäldern und dem Meer auf beiden Seiten zu machen. Gegen Mittag sind wir dann am Cape Reinga angekommen, welches (für Touristen) als nördlichster Punkt Neuseelands gilt und wo der Pazifik und Tasman Sea aufeinander treffen (eigentlich ist das North Cape der nördlichste Punkt, dort darf man aber nur mit Maori-Genehmigung hin). Ich fand es einfach atemberaubend, wie ruhig es am Cape Reinga war! Der Pazifik war relativ ruhig, wohingegen Tasman Sea auf der linken Seite recht laut war. Wir haben einige Zeit am Leuchtturm verbracht und einfach die Aussicht und Ruhe genossen. Wir konnten es alle kaum glauben, dass wir am nördlichsten Punkt der Insel sind, einfach eine super Atmosphäre dort! Zum Abschluss des Ausflugs in den nördlichsten Norden haben wir noch an riesigen Sanddünen am Meer gepicknickt und sind dann abends wieder in unser Hostel in Ahipara gefahren. Dort haben wir zusammen gekocht und den ganzen Abend zusammen in der Küche gesessen und geredet - ein sehr gelungener Tag.

Mittwochs ging es dann nach Omapere, wo wir wieder ein nettes Hostel finden konnten. Da die Fahrt recht lang war, waren wir erst gegen Nachmittag dort. Die Hostelbesitzerin mit britischem Humor hat uns dann noch ein paar Tipps gegeben, was wir doch unbedingt in der Nähe sehen sollten. Also sind wir zunächst an einen Aussichtspunkt gefahren, von dem man den ganzen Hokianga-Harbour rauf schauen konnte. Gegenüber des Aussichtspunkts waren riesengroße Sanddünen und das Meer ist aufgrund des Windes hoch durch die schmale Meeröffnung gepeitscht. Von dort aus sind wir tiefer ins Landesinnere gefahren, wo wir dann nach 15min. Fußweg vom Auto aus an einem tollen Wasserfall angekommen sind. Da es etwas geregnet hat und schon dunkel wurde, waren wir nicht lange dort. Auf dem Rückweg haben wir noch einmal am Aussichtpunkt gegenüber der Sanddünen gehalten und den Sonnenuntergang geschaut. Da es immer noch geregnet hat, war ein großer Regenbogen über dem Meer zu sehen!

Donnerstags ging es dann durch den Waipoua Kauri Forest wieder Richtung Süden. Im Kauri Forest haben wir den ältesten und größten Kauribaum Neuseelands gesehen! Nach einem kleinen Stopp an den Kai Iwi Lakes und im strömenden Regen in Dargaville sind wir direkt weiter nach Whangarai gefahren. Dort war das Wetter wieder sehr gut. Leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass so viele Leute schon am Gründonnerstag Richtung Norden in den Urlaub fahren, aber deshalb haben wir kein Hostel mehr bekommen können. Also haben wir uns noch die 36m hohen Whangarai-Falls angeschaut. Das war echt schön, der größte Wasserfall bisher, auch wenn das nicht mehr so besonders war, wie der erste Wasserfall in Coromandel, in dem wir geschwommen sind. Nach einem langen Tag im Auto haben wir uns dann entschieden, von Whangarai direkt die 2 Std nach Auckland nach Hause zu fahren. Auf dem Rückweg haben wir wirklich gedacht, ganz Auckland müsste leergefegt sein, wenn wir ankommen, so viele Autos wie uns entgegen gekommen sind (habe ich noch nie in Neuseeland gesehen)! Nach einer etwas längeren Fahrt als 2 Std sind wir dann wieder gut zu Hause in Parnell in unserem kleinen Student Village angekommen, haben zum Abschluss der Reise Fish-n-Chips gegessen und noch ein bisschen zusammen getrunken!

Alles in allem war es eine tolle Reise mit ganz vielen schönen Erlebnissen! In dieser kurzen Zeit haben wir wirklich viel gesehen und tolle Eindrücke vom Norden des Landes mitnehmen können!!  

 Fotos gibt es wieder einmal bei Facebook:

http://www.facebook.com/album.php?aid=243753&id=687445391&l=366d0d1fd1